Papierrolle und Pressezylindertransport durch die Altstadt Bremgartens um 1960

pawefa immobilien gestern und heute

Die Familienunternehmung pawefa immobilien ist auf die Umnutzung, Weiterentwicklung und Vermietung von Immobilien für Wohnen und Gewerbe ihrer ehemaligen Produktionsstandorte fokussiert.

Zur Firmengruppe gehören neben dem Domizil der ehemaligen Papierfabrik pawefa immobilien in Hünenberg ZG das Gelände der früheren Druckerei Schenker & Cie. in Däniken SO sowie das Areal der 2004 stillgelegten Kartonfabrik Bremgarten AG in Bremgarten AG.

Gegründet wurde die pawefa immobilien anfangs der 50er Jahre und war bis Mitte der 80er Jahre eine auf die Papierweiterverarbeitung spezialisierte Fabrik, daher der Name pawefa.

Seit 2017 gehören die Liegenschaften in Hünenberg und Däniken wirtschaftlich und rechtlich zur pawefa ag, der Standort Bremgarten zur pawefa reuss ag.

Gewerbe AM UFER - Eine lange Tradition

Bereits Mitte des 13. Jahrhunderts wurde dieser Standort ausserhalb der Stadtmauer für die Papiermühle Bremgarten – die sogenannte Innere Mühle – urkundlich erwähnt.

Dank der Erfindung des Buchdrucks um 1450 gewannen die Papiermanufakturen in ganz Europa an Bedeutung. Diese befanden sich immer an Wasserläufen, denn ohne Wasser konnte weder Papier noch Karton hergestellt werden. Das Wasser wurde dabei nicht verbraucht, sondern gebraucht, weil die Wasserkraft mittels dem Mühlrad zum Antrieb des Stampfwerks und der benötigten Spindelpresse genutzt wurde. An diesem Standort in Bremgarten verhinderte die angrenzende Stadtmauer zudem, dass Lärm- und Geruchsemissionen in die Stadt vordrangen.

Im 16. Jahrhundert wurde die Innere Mühle, welche bislang Handpappe fertigte, in eine Getreidemühle (Vordere Mühle) und eine Papiermühle (Hintere Mühle) an der Reussgasse aufgeteilt.

Um 1870 übernahm der Fabrikant Joachim Wietlisbach von Wohlen beide Mühlen und wandelte sie in eine Kartonfabrik um.

Handpappenfabrik 1760
Papieri mit Kessel- und Trocknungshaus 1960

Die Geschichte des Standorts: von der Fabrik ...

1952 erwarb der Papierindustrielle und -grosshändler Paul Max Schaufelberger den Betrieb und verlegte die Produktion in den Bau am Augraben beim Hexenturm, wo bislang Papier getrocknet wurde. Zusätzlich kaufte er eine Papiermaschine und einige Jahre später eine weitere dazu. Auf beiden wurden Wellrohstoffpapiere auf Rollen produziert.

In den Folgejahren wurde die «Karton- und Papierfabrik Bremgarten AG» Schritt für Schritt ausgebaut und erneuert. Der markante Bau entlang der Reuss in den 1970/80er Jahren entstand im Laufe der Betriebserweiterung um ein dritte Maschine. Diese war mit einer Länge von 60 m und einer Breite von 2.5 m länger und breiter und damit auch produktiver als die beiden ersten Maschinen, welche in der Folge stillgelegt wurden.

Papiermaschine
Einstampfen von Altpapier

Im Zuge der Internationalisierung der Papierwirtschaft gegen Ende des letzten Jahrhunderts löste sich die Schweizer Papierindustrie fast gänzlich auf oder zog ins Ausland. Dort waren die Produktionskosten niedriger. Wegen der starken Konkurrenz und dem Preisdruck zum einen sowie den zunehmenden ökologischen Auflagen zum anderen wurde die «Papieri» 2004 stillgelegt. Ihre Räumlichkeiten wurden anschliessend während über zehn Jahren vermietet.

... zum Quartier AM UFER

Weil das Gebäude mehr und mehr marode wurde, und die Stadt gegenüber einer Investition an diesem wassernahen, naturverbundenen Standort positiv gegenüberstand, entschied sich die Besitzerfamilie in diese Richtung aktiv zu werden. Als Erstes wich das Kesselhaus in der Reussgasse, in welchem früher die Zellstoff-Kochung stattfand. Da es innerhalb der Altstadtzone lag, waren zahlreiche gesetzgeberische und denkmalpflegerische Auflagen zu berücksichtigen. Entstanden sind 2017 fünf Reiheneinfamilienhäuser mit eigenem Garten.

Eine Siedlung mit vielfältiger Nutzung

Parallel dazu begannen nach einer langen Planungsphase die Bauarbeiten für die Wohnsiedlung AM UFER: eine dank der Nähe zum Fluss einzigartige, ruhige und besonnte Überbauung mit Mietund Eigentumswohnungen sowie Reiheneinfamilienhäusern. Hier an diesem attraktiven Standort wurden zudem Gewerbeflächen geschaffen: Dank ihren raumhohen Fensterflächen und dem gedeckten Säulengang mit direktem Zugang eignen sie sich ideal als Büro- und Praxisräume. Sie führen die lange Tradition des Gewerbes AM UFER fort.

AM UFER: von der «Papieri »(1970/80)...
... zum Wohnquartier (heute)